Aktuelle Termine

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MBSR-Kompaktkurs am Benediktushof 16.-21. August 2026
Eine intensive Kurswoche bei Würzburg. [info] Ausgebucht. Warteliste möglich.

Online MBCL 8-Wochen-Kurs ab 14. September 2026
Selbstmitgefühl und Mitgefühl live online. [info]

MBCL-Kompaktkurs am Benediktushof 4.-7. Oktober 2026
Selbstmitgefühl und Mitgefühl im kompakten Präsenzformat. [info]

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Einführung Interpersonelle Achtsamkeit

Meditation im Dialog in Kursraum und Alltag

Achtsamkeit üben wir häufig in Stille.

Wenn wir uns danach wieder unserem Alltag zuwenden, tauchen wir ein in die dynamische Welt unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Hier findet vieles statt, was uns nährt – und auch vieles von dem, was uns herausfordert.

Interpersonelle Achtsamkeit bringt die Meditation dorthin, wo es oft besonders herausfordernd wird: in das Sprechen und Zuhören, in Nähe und Abstand, in Resonanz, Unsicherheit, Kontakt und Nicht-Wissen.

Die Praxis basiert auf dem Einsichtsdialog nach Gregory Kramer. Sie verbindet Achtsamkeit, Körperwahrnehmung, Mitgefühl und achtsame Kommunikation zu einer gemeinsamen meditativen Praxis. So können Sie genauer wahrnehmen, was in Begegnungen geschieht: in Ihnen selbst, in der anderen Person und zwischen Ihnen.

Dieses Einführungsseminar richtet sich besonders an Menschen, die achtsamkeitsbasiert mit anderen arbeiten: Lehrende, Therapeut*innen, Coaches, Berater*innen und Fachkräfte aus Gesundheitswesen, Bildung und Begleitung.

Praktische Informationen

Termin

Ein Termin für 2027 ist in Planung.
Das Seminar findet als Einführungsseminar in Präsenz statt.

Leitung

Bernd Langohr und Jana Willms

Kursort

Der Kursort steht nich nicht fest.

Kursgebühr

Die Kursgebühr steht noch nicht fest.

Gruppengröße

Die Gruppe umfasst maximal 20 Teilnehmende.

Anmeldung

Die Anmeldung ist noch nicht geöffnet.

Sobald Termin, Ort und Anmeldung festtehen, finden Sie die Informationen auf dieser Seite.

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Was ist Interpersonelle Achtsamkeit?

Interpersonelle Achtsamkeit bedeutet, Achtsamkeit nicht nur allein in Stille zu üben, sondern auch im Kontakt mit anderen Menschen.

Wir bleiben nicht nur beim Atem, beim Körper oder bei Geräuschen, Gedanken und Gefühlen. Wir nehmen auch wahr, was in einer Begegnung in uns geschieht: beim Zuhören, beim Sprechen, im Schweigen, in Momenten von Resonanz, Unsicherheit, Nähe oder Irritation.

Die Praxis der Interpersonellen Achtsamkeit basiert auf dem Einsichtsdialog nach Gregory Kramer. Sie verbindet stille Meditation mit achtsamem Sprechen und Zuhören. Dabei werden Gespräche selbst zu einem Übungsfeld: als gemeinsame meditative Praxis.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Wie kann Achtsamkeit lebendig bleiben, während wir mit anderen Menschen in Kontakt sind?

Sie üben, die Aufmerksamkeit zugleich nach innen und nach außen zu richten: auf den eigenen Körper, die Gedanken und Gefühle, auf die andere Person und auf den Raum zwischen Ihnen.

So kann Begegnung langsamer, klarer und bewusster werden. Manchmal zeigt sich dabei sehr unmittelbar, wie schnell wir reagieren, erklären, zustimmen, uns zurückziehen oder innerlich vorausdenken. Und zugleich entsteht die Möglichkeit, einen Moment innezuhalten – und neu zu wählen, wie wir zuhören und sprechen.

Für wen ist das Seminar geeignet?

Dieses Seminar richtet sich an Menschen, die eine eigene Achtsamkeitspraxis mitbringen und Achtsamkeit in ihrer Arbeit mit Menschen anwenden, unterrichten oder in achtsamkeitsbasierte Begleitung einfließen lassen.

Geeignet ist das Seminar besonders für:

    • Lehrende achtsamkeitsbasierter Verfahren wie MBSR, MBCT, MBCL, MSC oder MBPM/Breathworks
    • Menschen in Ausbildung zur Achtsamkeitslehrperson
    • Fachkräfte aus Therapie, Beratung, Supervision, Coaching, Bildung und Gesundheitswesen

Voraussetzung für die Teilnahme ist eine eigene fundierte eigene Achtsamkeitspraxis. Außerdem sollten Sie Erfahrung darin haben, Achtsamkeitsübungen anzuleiten oder Menschen achtsamkeitsbasiert zu begleiten – in Gruppen, Kursen oder im Einzelsetting.

Das Seminar kann besonders hilfreich sein, wenn Sie Ihre Präsenz im Kontakt vertiefen möchten: beim Anleiten, im Gespräch nach einer Übung, in Gruppenprozessen, in Beratung oder Therapie – und auch in alltäglichen Begegnungen.

  1. Was Sie im Seminar erwartet

Im Seminar verbinden sich stille Meditation, Dialogübungen, kurze theoretische Impulse und achtsamer Austausch.

Im Seminar geht es darum,

    • Theorie und Praxis der Interpersonellen Achtsamkeit kennenzulernen,
    • Eigene Kommunikationsmuster im achtsamen Dialog zu erforschen,
    • Im Kontakt präsenter, klarer und einfühlsamer zu werden,
    • die eigene Achtsamkeits- und Mitgefühlspraxis in Beziehung zu vertiefen.

Sie üben Interpersonelle Achtsamkeit in einem klar angeleiteten Rahmen: allein, zu zweit, in kleinen Gruppen und in der Gesamtgruppe. Dabei geht es darum, die eigene Erfahrung im Moment wahrzunehmen – und zugleich offen zu bleiben für die andere Person und den gemeinsamen Raum.

Sie lernen die sechs Leitlinien der Interpersonellen Achtsamkeit kennen:

    1. Innehalten (Pause): einen Moment pausieren und aus der automatischen Reaktion heraustreten
    2. Entspannen (Relax): Spannung wahrnehmen und dort weich werden, wo es möglich ist
    3. Öffnen (Open): sich für das eigene Erleben, die andere Person und den gemeinsamen Raum öffnen
    4. Sich auf das Entstehen einstimmen (Attune to Emergence): dem folgen, was sich im Moment zeigt, ohne schon zu wissen, wohin es führt
    5. Tiefes Zuhören (Deep Listening): mit Körper, Herz und Geist zuhören – den Worten, dem Ton, der Körpersprache, der eigenen inneren Resonanz
    6. Wahrhaftig sprechen (Speak the Truth): aus dem gegenwärtigen Erleben sprechen – klar, freundlich und mit Respekt für sich selbst und die andere Person

Die Leitlinien werden durch die Übungen unmittelbar erfahrbar. Sie erkunden, was sich verändert, wenn ein Gespräch langsamer werden darf: wenn eine Pause entstehen kann, wenn Zuhören nicht sofort zur Antwort führen muss und wenn Worte aus dem gegenwärtigen Erleben kommen.

Dabei kann sichtbar werden, wie schnell gewohnte Muster anspringen: erklären, helfen, zustimmen, ausweichen, sich anstrengen oder innerlich vorausdenken. Gleichzeitig entsteht die Möglichkeit, einen Moment innezuhalten – und im Kontakt mit mehr Klarheit und Freundlichkeit präsent zu sein.

So wird der Dialog selbst zu einem Übungsfeld für Achtsamkeit und Mitgefühl.

Warum Interpersonelle Achtsamkeit für Fachkräfte hilfreich ist

Wenn Sie Achtsamkeit unterrichten oder Menschen achtsamkeitsbasiert begleiten, ist Ihre eigene Präsenz ein wesentlicher Teil Ihrer Arbeit.

Das zeigt sich besonders im Kontakt: im achtsamen Austausch (Inquiry) nach einer Übung, im Umgang mit Fragen, in Gruppenprozessen oder in Momenten, in denen jemand etwas Persönliches teilt. Manchmal entsteht dann der Impuls zu erklären, zu helfen, zu beruhigen oder eine passende Antwort zu finden.

Interpersonelle Achtsamkeit kann Sie darin unterstützen, in solchen Momenten präsenter zu bleiben. Sie üben, genauer wahrzunehmen, was in Ihnen geschieht – und zugleich offen zu bleiben für die andere Person und die Situation.

Das kann Ihnen helfen,

    • präsenter zuzuhören
    • Ihre eigene Reaktivität früher wahrzunehmen
    • weniger schnell zu erklären oder Lösungen zu finden
    • freundlicher mit Nicht-Wissen umzugehen
    • den Raum klarer und zugleich offener zu halten
    • achtsame Dialoge in Kursen, Gruppen und Einzelbegleitung sicherer zu begleiten

Das kann Ihre persönliche Praxis unterstützen – und Ihre Arbeit im achtsamen Dialog, in Gruppen und in Einzelbegleitung verfeinern.

Der Übungsrahmen

Die Praxis findet in einem geschützten und klar angeleiteten Rahmen statt. Es gibt stille Meditation, angeleitete Dialogübungen, Austausch zu zweit und in kleinen Gruppen sowie Reflexion in der Gesamtgruppe.

Sie müssen nichts Persönliches erzählen, was Sie nicht teilen möchten. Gleichzeitig lädt die Praxis dazu ein, dem eigenen Erleben ehrlich und freundlich zu begegnen: Was geschieht in mir, wenn ich wirklich zuhöre? Was geschieht, wenn ich spreche? Was geschieht, wenn eine Pause entsteht?

Die Übungen sind so angelegt, dass Sie Schritt für Schritt in die dialogische Praxis hineinfinden können. Es gibt Raum für Stille, für Worte, für Unsicherheit, für Resonanz und für das gemeinsame Erkunden.

Die Gruppe umfasst maximal 20 Teilnehmende. So bleibt genügend Raum für persönliche Erfahrung, Austausch und Fragen.

Wichtige Hinweise

Dieses Seminar setzt Erfahrung mit Achtsamkeitsmeditation voraus. Es ist nicht als Einstieg in die Achtsamkeitspraxis gedacht.

Wenn Sie bisher wenig oder keine Meditationserfahrung haben, ist ein MBSR-Kurs oder ein anderer grundlegender Achtsamkeitskurs passender.

Das Seminar ist außerdem kein Kommunikationstraining im klassischen Sinn und keine therapeutische Selbsterfahrungsgruppe. Persönliche Erfahrungen können in der Praxis auftauchen und achtsam erforscht werden. Sie entscheiden jedoch selbst, was Sie teilen möchten und was nicht.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Vorerfahrung ausreicht oder ob das Seminar im Moment passend für Sie ist, schreiben Sie mir gerne. Dann klären wir gemeinsam, ob eine Teilnahme sinnvoll ist.

Interpersonelle Achtsamkeit: Häufige Fragen

Was bedeutet Interpersonelle Achtsamkeit?

Interpersonelle Achtsamkeit bedeutet, Achtsamkeit nicht nur allein in Stille zu üben, sondern auch im Kontakt mit anderen Menschen. Sprechen, Zuhören, Schweigen, Reagieren und Berührtwerden werden selbst zum Gegenstand der Praxis.

Ist das Seminar ein Kommunikationstraining?

Nicht im klassischen Sinn. Sie lernen keine Gesprächstechniken, die Sie anschließend anwenden sollen. Sie üben vielmehr, im Dialog präsenter zu werden: mit sich selbst, mit der anderen Person und mit dem, was im Moment entsteht.

Brauche ich Meditationserfahrung?

Ja. Voraussetzung ist eine eigene Achtsamkeitspraxis. Das Seminar baut darauf auf, dass Sie mit stiller Meditation und achtsamer Selbstwahrnehmung vertraut sind.

Muss ich Achtsamkeitskurse unterrichten, um teilzunehmen?

Nein, nicht unbedingt. Das Seminar richtet sich auch an Menschen aus Therapie, Beratung, Supervision, Coaching, Bildung und Gesundheitswesen. Wichtig ist, dass Sie Achtsamkeit in Ihrer Arbeit mit Menschen anwenden oder in achtsamkeitsbasierte Begleitung einfließen lassen.

Kann ich die Praxis der Interpersonellen Achtsamkeit in meine Arbeit integrieren?

Ja. Das Seminar kann Ihnen Impulse geben, wie achtsames Zuhören, achtsames Sprechen und dialogische Präsenz in Kurse, Gruppen, Einzelbegleitung oder therapeutische Arbeit einfließen können.

Dabei geht es nicht um ein fertiges neues Curriculum, sondern um eine Vertiefung Ihrer eigenen Präsenz und Ihrer Art, Begegnungen zu gestalten.

Haben Sie Fragen zum Seminar?

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Vorerfahrung ausreicht oder ob das Seminar im Moment passend für Sie ist, schreiben Sie mir gerne.

Dann können wir gemeinsam klären, ob Interpersonelle Achtsamkeit ein sinnvoller nächster Schritt für Sie sein könnte.

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